Wir hatten sehr viel Gehirnschmalz in diese große, nicht zu unterschätzende, Aufgabe investiert und in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Stellen der DB-AG eine Möglichkeit gefunden, durch die Errichtung eines "Treppenturmes" den inzwischen deutlich gestiegenen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.
Bevor wir - nach der beantragten und endlich offiziell genehmigten - Baufreigabe mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen konnten, mußte unsere Clubanlage vor dem zu erwartenden Staub geschützt werden.
Zwei Etagen waren deshalb notwendig, da die eigentliche Raumhöhe 6,10m
betrug, aber mittels einer Gipskartonzwischendecke auf 3,50m abgehängt war.
Ganz zum Schluß stand uns dann noch ein massiver Deckendurchbruch auf einer Fläche von
440cm x 117cm und von ca. 65cm Stärke bevor.
Danach wurde die Raumteilerwand weiter deckenhoch gemauert, die abgehängte Gipskartondecke im Bereich des zukünftigen Treppenhaus geöffnet, um dort die Treppenhaus-Mittelwand bis zur Fußbodenhöhe des Treppenabsatzes in der ersten Etage mauern zu können.
Es folgte die Errichtung der Betonschalung für den Fußboden dieses Treppenabsatzes und die Schalung für das zweite Treppenzwischenpodest.
Nun wechselte auch unser kleiner Betonmischer seinen Standort ins Obergeschoss. Von dort durch ein Loch in der Decke und darunter ein Kunststoffrohr schwenkbar angebracht wurde der Beton durch seine eigene Schwerkraft nach unten direkt an seinen Bestimmungsort dirigiert.
Dies alles wiederum war Voraussetzung, bevor mit dem schwierigen Durchbruch der 65 cm starken mit viel Eisen bewehrten Decke begonnen werden konnte.Die schwarz markierte Fläche markiert den zukünftigen Treppenaufgang. Hierfür muss der Beton beim Deckendurchbruch entfernt werden!
Auf einem Podest direkt unter der Decke waren von uns Behälter zum Auffangen des Kühlwassers postiert.Am 17.08.09 war es dann endlich soweit: Die beauftragte Fachfirma rückte mit 5 Mann und der (Ketten-)Säge an. Die Sägekette war ein Nylonstahlseil mit Edelstahlringen. Über Umlenkrollen wurde die Sägekette auf der einen Seite durch ein Bohrloch nach unten geführt, lief unten an der Decke entlang, wurde auf der anderen Seite durch ein zweites Bohrloch wieder nach oben und über weitere Umlenkrollen wieder zurück zur Säge geführt und dort mittels eines Kettenschloss zu einer Endloskette verbunden.
Doch es kam ganz anders: der Beton wehrte sich massiv!Am Tag1 verhakte sich die Kette mehrfach ganz abrupt; zweimal ging dabei sogar die Säge kaputt, es brachen 3 von 4 Haltebolzen! Es musste auf Ersatzteile gewartet werden. Mehrfach riss die Kette. So kamen wir nicht voran!
Am Tag2 wurde auf viel kürzere Sägeschnitte umgestellt. Weitere Bohrlöcher waren dazu nötig. Aber auch das Kühlwasser nutzte diese zusätzlichen Wege nach unten, was wir nicht immer verhindern konnten.
Am Tag3 verhakte sich der 1.Betonklotz beim Herausheben an mehreren durchtrennten spitzen Eisenträgern. Da waren die Fachleute erneut schwer gefordert. 14:30h war der Klotz endlich oben. 3 weitere Betonklötze folgten. Das viele schlammhaltige Kühlwasser bändigten wir mit zusätzlichen Planen.
Am Tag4 fehlten dann die MECS-Helfer!!! Nur zu zweit begannen wir, die restlichen 6 Betonklötze zu
sägen / zu heben. Am Spätnachmittag versagte eine Absaugpumpe, ein Auffangbehälter lief
kurzzeitig über. So wurde es dann 19:30h, bis der letzte Betonklotz endlich oben war!!!
Der Deckendurchbruch war endlich geschafft!
Nach dem Einbau der beiden Stahltreppen war unser Zugang zum betonieren/hochmauern sowohl der neuen Aussenwand im oberen Zwischengeschoß, als auch der Raumteilerwand im internen Obergeschoß für uns deutlich einfacher geworden.
Je nach Baufortschritt wurden dann von uns auch die neuen Stahl-Sicherheitstüren montiert und lackiert, die Sägeschnittflächen bearbeitet, die neuen Treppengeländer und Handläufe angebracht, die Wandpanelen und Deckenabhängungen angepaßt, die Notbeleuchtung und die Rauchmelder installiert und noch vieles mehr.
Zum Schluss folgte noch der Behördenmarathon zur Erlangung der Bauabnahme-Bestätigung, welche uns im Herbst 2011 auch erteilt wurde.






















